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Staatliche Unterstützung bei der Rente

Unsere Bevölkerung wird zunehmend älter. Immer mehr Menschen gehen in Rente, wobei die Anzahl der Erwerbstätigen gleichzeitig sinkt. Damit gerät die umlagenfinanzierte Rente schon seit einigen Jahren in große Schieflage. Auf einen Rentner kommen aktuell keine drei Erwerbstätige mehr. Es wird damit gerechnet, dass dieses Ungleichgewicht in den nächsten Jahrzehnten noch größer wird und dann noch weniger Erwerbstätige auf einen Rentner entfallen. Um das aufzufangen, wird schon jetzt das Renteneintrittsalter immer wieder angehoben. Derzeit wird es schrittweise auf das Alter von 67 Jahren heraufgesetzt. Auch die Inflation wächst stärker an als die Renten, wodurch die Kaufkraft der Einkommen immer weiter sinkt. Auf Dauer wird der Staat die Renten so nicht mehr zahlen können, da die Ausgaben an anderer Stelle wie z. B. im Gesundheitssystem immer deutlicher ansteigen. Die Folge: eine frühzeitige, private Altersvorsorge wird notwendig. Im besten Fall schließt man diese bereits mit Beginn der Ausbildung ab.


Vielen Erwerbstätigen ist nicht bewusst, welchen Rentenanspruch sie im Alter tatsächlich haben. Laut aktuellen Statistiken liegt die durchschnittliche Rente in den neuen Bundesländern bei ca. 1.200 Euro monatlich. Doch dieser Wert beschreibt längst nicht den Satz, den jeder Arbeitnehmer am Ende seines Arbeitslebens bekommt. Die Politik bezieht sich bei ihren Berechnungen auf den sogenannten „Eckrentner“. Dieser soll möglichst 45 Jahre voll erwerbstätig gewesen sein, bevor er in Rente geht und während dieser Zeit ein Durchschnittsgehalt aller Versicherten erwirtschaftet haben. Das aber sind fiktive Werte, die heute kaum noch ein Arbeitnehmer erreichen kann. Diese Berechnungen sind schon aus diesem Grunde nicht haltbar, da einige Menschen während ihres Arbeitslebens dazu gezwungen sind, ihre Erwerbstätigkeit kurzfristig zu unterbrechen durch z. B. Arbeitslosigkeit, Mutterschutz oder längere Krankheiten. Der sogenannte "Eckrentner" ist also eine reine Fantasie unserer Politiker, die bestenfalls für statistische Zwecke dienlich sein kann. Aus diesen Gründen ist es unerlässlich, schon in sehr jungen Jahren eine private Altersvorsorge abzuschließen und sich mit der Versorgung im Alter auseinanderzusetzen.


Nur zum Vergleich: Das schuldrechtliche, pfändungsfreie Existenzminimum liegt seit 2015 für eine alleinstehende Person bei 1073,85 Euro netto. Und das beinhaltet lediglich die Kosten, die ein Mensch monatlich benötigt, um die wichtigsten Dinge des alltäglichen Lebens aufbringen zu können.


Damit man seinen Ruhestand nicht in Armut weit unter dem Existenzminimum verbringen muss, sind frühzeitige Abschlüsse von privaten Zusatzversicherungen ratsam. Wem das als Geringverdiener nur schwer möglich ist, dem bietet der Staat einige Sozialleistungen, um die Existenz im Alter zu sichern oder aufzubessern. Eine dieser Leistungen ist die sogenannte Grundsicherung, die aus Steuermitteln finanziert wird und dazu dient, den Lebensunterhalt zu finanzieren, wenn Rente und evtl. weitere Einkommen nicht ausreichend sind oder eine Erwerbsminderung vorliegt. Diese Grundsicherung kann beantragt werden, wenn man das Regelrentenalter erreicht hat und die monatliche Zahlung nicht ausreicht, um davon leben zu können. Um von dieser Sozialleistung profitieren zu dürfen, muss man dauerhaft in Deutschland leben und darf seine Lage nicht grob fahrlässig selbst verschuldet haben. Wie viel Grundsicherung man erhält, hängt jedoch mitunter auch vom Einkommen des Ehepartners ab. Zum Einkommen zählt man u.a. Kindergeld, Pachterträge, Erwerbseinkommen. Auch muss hier das verwertbare Vermögen berücksichtigt werden. Dazu zählt man Bargeld, Wertpapiere, Sparbücher und ein Eigenheim. Nicht zum Einkommen hingegen zählt man u.a. 30% des Einkommens und höchstens 50% der Regelbedarfsstufe 1 sowie Grundrenten nach dem Versorgungsgesetz und Pflegegeld. Weiterhin zählt nicht zum Vermögen das sogenannte Schonvermögen in Form von ein wenig Bargeld, Erbstücke ohne erheblichen Wert und Hausrat in üblicher Form. Weitere Sozialleistungen des Staates sind die Witwenrenten, die ausschließlich für Hinterbliebene gedacht sind und bei Tod des Ehepartners an den Witwer/ die Witwe gezahlt werden. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass evtl. Erwerbseinkommen des Hinterbliebenen auf die Witwenrente angerechnet werden unter Berücksichtigung bestimmter Pauschalbeträge.


Für gesetzlich Versicherte bietet sich die durch staatliche Zulagen und Sonderausgabenabzug geförderte, privat finanzierte Riester-Rente an. Diese vom ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung eingeführte Rente soll das gesenkte Nettorentenniveau von ehemals 70% auf 67% auffangen und eine profitable, private Altesvorsorge darstellen. Die so entstandene, finanzielle Lücke soll zum Teil privat finanziert und mit staatlichen Zuschüssen gefördert werden. Voraussetzung für die staatlichen Zulagen der Riester-Rente sind monatliche Einzahlungen in Höhe von mindestens 4% des letzten Bruttoeinkommens. Werden regelmäßig Zahlungen in dieser Höhe geleistet, stehen jedem Versicherungsnehmer jährliche staatliche Förderungen in Höhe von 175 Euro zu. Pro Kind erhält man eine weitere Förderung in Höhe von jährlich 185 Euro (bis 2007 geboren) bzw. 300 Euro (ab 2008 geboren). Allerdings sollte man vor Abschluss einer Riester-Rente genau die verschiedenen Anbieter vergleichen, denn garantiert wird nur die gesetzliche Förderung.


Besonders für Geringverdiener ist eine private Zusatzversicherung zur Rente sehr wichtig. Eine gute Möglichkeit der Vorsorge für Geringverdiener sind die vermögenswirksamen Leistungen. Zahlt man diese nicht wie üblich in einen Bausparvertrag ein, sondern direkt in eine betriebliche Altersvorsorge, spart man sich die Abgaben an Steuern und sozialversicherungspflichtigen Beiträgen. Auch die betriebliche Altersvorsorge sollte in Betracht gezogen werden. Die Beiträge werden vom Bruttolohn direkt vom Arbeitgeber abgezogen und eingezahlt, was durch die Minderung des Lohns zusätzlich einen kleinen Steuervorteil bietet. Zahlt man die vermögenswirksamen Leistungen auf diese Art einige Jahrzehnte ein, entsteht so ein stattlicher Betrag, den man im Alter zur Verfügung hat.


Selbstständige können sich mit der sogenannten Rürup-Rente für das Alter absichern. Diese private Zusatzversicherung soll einen Mindestzins garantieren bei zumeist flexiblen und individuellen Beitragshöhen, Laufzeiten und Versicherungssummen. Außerdem können die Beiträge zur Rürup-Rente als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden. Dafür soll dem Selbstständigen eine private Altersvorsorge mit späteren, lebenslangen und monatlichen Rentenzahlungen garantiert werden. Die Rürup-Rente eignet sich laut Aussagen der beliebtesten Versicherungsunternehmen für Laufzeiten von 10 bis hin zu 40 Jahren und für jede Art von Selbstständigkeit.


Für die meisten Menschen ist aber immer noch ein Eigenheim die beste Kapitalanlage. Besonders bei den derzeitigen, historisch niedrigen Zinsen werden Bauvorhaben schneller in die Tat umgesetzt. Auch für diese Art von Altersvorsorge in Form einer Kapitalanlage gibt es diverse staatliche Zuschüsse, die es sich lohnt auszuschöpfen. Für gering Verdienende bietet der Staat z. B. Arbeitnehmersparzulagen, Wohnungsbauprämien, Wohn-, sowie Riesterzuschüsse. Außerdem gibt es staatliche Förderungen für Gebäudesanierungen oder altersgerechte Umbauten in Form von Kreditprogrammen der kfW. Die kfW bietet besonders günstige Zinssätze für Kredite an mit zum Teil attraktiven Laufzeiten.


Und sollte dann am Ende des Arbeitslebens das Geld doch nicht ausreichen, gibt es eine weitere, ganz neue Möglichkeit der Mittelbeschaffung: Das Umkehrdarlehen. Besonders interessant ist diese Art von Darlehen für Menschen, die ihr Eigenheim nicht zwangsläufig vererben möchten. Man beleiht sein Haus und erhält dafür eine Art Rente - monatlich, steuerfrei und ohne Tilgungsraten. Das Darlehen wird erst mit Tod des Eigentümers, Auszug oder Verkauf des Hauses fällig. Nachteile dieser Art von Geldbeschaffung sind allerdings die zur Zeit noch sehr wenigen Anbieter auf dem Markt sowie die teilweise sehr teuren Zinssätze für das Darlehen, mit dem sich die Darlehensgeber u.a. gegen Langlebigkeit absichern. Zusätzlich zu den hohen Kosten wird nach Schätzung der Immobilie ein Risikoabschlag von ca. 25% eingerechnet.


Weitere Informationen lassen sich auf den Seiten der Verbraucherzentrale NRW finden. In jedem Fall sollte man die verschiedenen Modelle einer genauen Prüfung unterziehen, bevor man seine Immobilie derart beleiht. Häufig ist ein Verkauf des Eigenheims deutlich profitabler.


Wer sich im Alter jedoch nicht komplett von der Arbeitswelt verabschieden will oder kann, sollte sich mit den Hinzuverdienstgrenzen auseinandersetzen. Das ist besonders wichtig, wenn das Rentenalter noch nicht erreicht ist, man sich aber z. B. bereits im Vorruhestand befindet. Dann ist ein Hinzuverdienst möglich; dieser unterliegt allerdings bestimmten Hinzuverdienstgrenzen. Weiterhin wird die Rente je nach Hinzuverdienst unterschieden nach Teilrente und Vollrente. Auf jeden Fall ist es durch diese Arten von Hinzuverdienst möglich, seine private Altersvorsorge weiter auszubauen. Fragen dazu beantwortet der jeweilige Rentenversicherungsträger.


Mittlerweile lohnt sich für Menschen, die das Regelrentenalter längst erreicht haben, jeder Monat. Soll heißen, jeder Monat, der länger gearbeitet wird, bringt 0,5% Zuschlag auf die Altersvorsorge. Dabei ist besonders der Zinseszinseffekt der nächsten Rentensteigerungen attraktiv!


Als weitere staatliche Unterstützungen will der Staat die betrieblichen Altersvorsorgen in den nächsten Jahren fördern. Mit weniger Bürokratie und Zuschüssen soll diese Art der Vorsorge besonders für Geringverdiener attraktiver gestaltet werden. Diese sollen bis zu 450 Euro im Jahr ansparen können, ohne dass sich deren Nettoeinkommen verringert.


Ebenfalls wenig populär ist die sogenannte "Rente für zwischendurch". Damit ist gemeint, dass Arbeitnehmer Arbeitszeit oder Teile des Einkommens in Wertguthaben ansparen, um sie z. B. für einen früheren Renteneintritt verwenden zu können. Auf diese Weise kann man Einmalzahlungen, Überstunden oder Mehrarbeitszuschläge einzahlen und für später ansammeln. Der Staat belohnt diese Art des Sparens, indem steuer-, und sozialabgabenfrei angespart werden kann.


Egal, für welche Art man sich entscheidet, um im Ruhestand abgesichert zu sein – es empfiehlt sich eine frühzeitige und genaue Selektion der unzähligen Anbieter unter Berücksichtigung der eigenen Lebensziele. Generell wird aber empfohlen, seine private Altersvorsorge auf mindestens drei Säulen aufzubauen, um später nicht von weiteren Sozialleistungen abhängig zu sein: Die gesetzliche Rente oder Pension, betriebliche Altersversorgung und Riester sowie eine sonstige Kapitalanlage z. B. in Form eines Eigenheims.



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